Sind Sie und Ihr Team Weltverbesserer?

Wir wollen motivieren, initiieren, aktivieren – ohne missionarischen Eifer. Hier arbeiten viele Menschen jeden Alters, die noch eine Idee, eine Vision haben – sei es im Bereich Umwelt, Frieden oder Menschenrechte. In der Bewegung gibt es auch Leute, die auf die Straße gehen. Und niemand sollte diese Bewegung unterschätzen.

Sie arbeiten im Film mit viel Prominenz – von Hermann Scheer über Nobelpreisträger Muhammad Yunus bis hin zur Umweltaktivistin Bianca Jagger. Waren die Protagonisten sofort gesprächsbereit?

Viele der Protagonisten, die Sie heute im Film sehen, sagten: „Darauf haben wir gewartet!“ Aber: Die Bereitschaft war nicht das Problem, sondern die Zeit. Diese engagierten Menschen arbeiten 80, 90 Stunden die Woche, sind pausenlos unterwegs. Scheer fliegt von Shanghai nach Los Angeles nach Berlin und dazwischen: Journalisten, Vorträge, Preisverleihung, Filmdreh…

Sind Ihre Interviewpartner auch über den Film hinaus in Ihrer Kampagne verankert?

Wir sind nach wie vor mit ihnen im Gespräch. Da gibt es ein großes Interesse, sich zu zeigen und mit den Menschen zu sprechen. Auch Bianca Jagger hat dies ausdrücklich angeboten. Hermann Scheer wird Einladungen annehmen und auch Juwi-Chef Matthias Willenbacher ist für Veranstaltungen ansprechbar, ebenso wie Maximilian Gege vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. Für mich ist es ein Geschenk, all diesen Menschen begegnet zu sein. Die Kontakte bleiben.

Wie lange wollen Sie dran bleiben am Thema ... oder gibt es schon ein neues Filmprojekt?

Dies ist mein Lebensthema geworden. Wir werden wohl das gesamte Jahr 2010 mit dem Film und der Event-Kampagne verbringen. Für mich mündet es direkt in das Thema „Glück“ – und damit wird sich dann vielleicht mein nächstes Kinoprojekt befassen. Aber in diese Entscheidung werde ich sicherlich unsere Freundinnen und Freunde in der Community miteinbeziehen. Wie unsere Energieversorgung ist auch Glück kein Schicksal, sondern etwas, was wir selbst gestalten können. Da gibt es Zusammenhänge. Wenn unsere Kampagne mithelfen könnte, zwei Milliarden Menschen mit Strom zu versorgen – das wäre für mich Glück.

Vielen Dank, Herr Fechner.